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Freundschaft & Liebe

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Ekkard 22.02.2019 21:30 Nach 20 Jahren...  T A X
...fand ich eine Adresse wieder! Sie gehörte zu einer jungen Frau der ich einmal gestanden hatte was ich für Sie empfinde.
Die darauf folgende Reaktion ließ mich später, als der Kontakt schon längst beendet war daran zweifeln, daß das nur mit dem Inhalt der Botschaft zu tun hatte. Vielleicht hatte ich sie, ohne es zu ahnen, mit dem "wie" verletzt, hatte eine Grenze überschritten und in Ihr Angst ausgelöst? Für jemanden der sich jeden Tag vornimmt, andere Menschen so zu behandeln wie er gerne behandelt werden möchte, ein Problem das die Seele belastet.
Die Adresse war verloren gegangen, ich kannte nur noch ihren Vornamen. Ich nahm mir vor, das irgendwie zu klären, doch die Jahre gingen ins Land. Mittlerweile bin ich verheiratet und Vater, aber ab und zu erinnert mich mein Gewissen daran. Letzten Monat fand ich die Adresse auf einer alten CD, die sich versteckt hatte, wieder. Mein Gewissen jubelte: "Jackpot!!!!".
Ich weihte sofort meine Frau ein, erklärte Ihr, was das für mich bedeutet.

Aber wer wohnt da heute, und wie mach ich das überhaupt? Ich schrieb einen Brief an die Mutter, die immer noch dort wohnte, erklärte mein Anliegen und meine Not, bat um Weiterleitung des eigentlichen Briefes, in dem ich ehrlich um Verzeihung bat. Auch meine Frau war angetan von den Briefen. Ich schlief tagelang nicht, so sehr beschäftigte mich das. Wird Sie den Brief überhaupt bekommen? In was für einer Situation wird Sie ihn lesen? Werde ich eine Antwort bekommen?
Einige Tage später bekam ich tatsächlich Antwort! Ihr geht es wunderbar, und aus Ihrer Sicht war mein Verhalten zu keiner Zeit so, daß Sie sich verletzt oder bedroht fühlte. Es gibt nichts wofür ich mich entschuldigen müsste, alles kein Problem! Ich hätte am liebsten die Welt umarmt und habe erst mal meine Frau umarmt und geküsst. Eine große Last ist mir von der Seele genommen und es geht mir wunderbar.
Der Kontakt endete so schnell wie er zustande kam. Wir haben uns verabschiedet, jeder bleibt in der Welt in die er/sie gehört. Kein Hollywood-kompatibles Ende, aber so ist das echte Leben eben.

Habt ihr auch sowas auf eurer inneren "ToDo-Liste"? Traut euch, der erste Schritt ist der schwerste!

Nachtrag:
Mittlerweile verstehe ich was Meat Loaf meint, wenn er singt "Objects in the rear view mirror may appear closer than they are...". Wen die Vergangenheit nicht los lies, dem war sie ganz nah.
Hoffentlich kann ich auch bald mal "It was long ago and it was far away" singen.
Bearbeitet am 27.02.2019 22:23 von Ekkard 
 ·  Ekkard 17.03.2019 16:09 ...die "Geschichte mit dem Brief" vergessen?  « X

Die "Geschichte mit dem Brief" hat meinen Kopf noch weiter beschäftigt. Sachen die ich versteckt und verdrängt hatte kommen ans Licht. Ich nehme zwar schon lange Rücksicht auf meine Mitmenschen, jedoch war ich mir lange Zeit unsicher ob dieses Verhalten Fluch oder Segen ist. Wenn man als junger, umgänglicher, aber allein lebender Erwachsener sieht was für egozentrische Ar*****cher Arm in Arm mit wunderbaren Partnerinnen durchs Leben gehen (und die den Kontakt zu dir für ihre geistige Gesundheit nutzen), dann fragt man sich schon ob man alles richtig macht. Als sie mir mit "Nein" antwortete und ich begann mir Sorgen um sie zu machen legte jemand oder etwas in mir den Schalter um. Ich wusste auf einmal daß ich auf keinen Fall ein Ar*****ch werden wollte! Ohne sie wäre ich heute vielleicht jemand anders, hätte nie zu meiner wunderbaren Frau gefunden. Sie hat tief in mir etwas bewirkt, das mein Leben veränderte. Die Begegnung mit ihr war ein so wichtiger Moment, ich kann das nicht wegstreichen. Was sich verändert hat sind die Erinnerungen. Befreit von Schuld sind es jetzt schöne Erinnerungen an eine lange verschollene, liebe Bekannte. Eine unbekannte Freundin, die ich leider nie kennen lernen werde.
Alles ist gut, so wie es geschah. Ich möchte niemand anderer sein als der, der ich bin, an der Seite meiner Frau.
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