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Moadib 29.07.2019 21:22 Trump hat Recht ...  T A X
... wenn er Deutschland Protektionismus vorwirft.
Deutschlands Handelsüberschuss schafft globale Ungerechtigkeit und Investitionslücken im eigenen Land. Wir brauchen neue Strukturreformen.
Donald Trump wirft Deutschland wegen der riesigen Handelsüberschüsse Protektionismus vor. Der US-Präsident mag mit vielen seiner Behauptungen falsch liegen, mit dieser hat er jedoch recht. In seinem neuen Bericht zeigt der Internationale Währungsfonds (IWF) auf, dass Deutschland eine Investitionslücke von fast fünf Prozent der Wirtschaftsleistung, 150 Milliarden Euro jährlich, hat. Diese Überschüsse verschärfen nicht nur die globalen Ungleichgewichte, Deutschland selbst zahlt einen hohen Preis, da diese Gelder für Investitionen in Bildung, Innovation und Infrastruktur fehlen. Das schadet künftigen Generationen. tagesspiegel.de


Seht ihr das auch so oder habt ihr eine andere Meinung dazu?
ybacu 30.07.2019 09:47 Trump hat Recht ...  « T A X
Auf jeden Fall sind das bedenkenswerte Punkte.
(Recht oder nicht recht - wie so oft im realen Leben liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte)
Moadib 30.07.2019 14:07 Trump hat Recht ...  « T A X
Ich stimme dem Bericht im großen und ganzen zu. Aber leider scheint ja auch der SPD-Finanzminister an der schwarzen Null festzuhalten.
ybacu 30.07.2019 15:33 Trump hat Recht ...  « T A X
Neben vielen anderen Leuten.
Und zu viele Schulden sind auch Mist. Ist halt nicht einfach.
Moadib 30.07.2019 15:38 Trump hat Recht ...  « T A X
Wenn ein Finanzminister für die Finanzpolitik nicht die Verantwortung übernehmen möchte sollte er zurücktreten.

Warum sind (zu viele) Schulden für einen Staat Mist?
ybacu 30.07.2019 15:38 Trump hat Recht ...  « T A X
Weil sie eine Last für zukünftige Generationen darstellen. So ein Staatsbankrott ist auch nicht ohne.
Moadib 30.07.2019 15:47 Trump hat Recht ...  « T A X
Was ist mit der Last der kaputten Infrastruktur, fehlender Bildung, usw?

Warum müssen zukünftige Generationen Schulden zurückzahlen. Davor hat das ja auch keiner gemacht. Was ist eigentlich die andere Seite von Schulden? Hat Deutschland nicht auch Sachwerte?
 ·  ybacu 30.07.2019 21:22 Trump hat Recht ...  « X
Tja die Kunst ist keine der Lasten zu groß werden zu lassen.
Man kann und oft sollte man Schulden machen, wenn diese Zukunftsinvestitionen (Bildung, Technologie, Umweltschutz,...) dienen, man sollte dies nicht tun um den Konsum abzuzahlen.
Dies gilt im privaten, für Unternehmen und für Staaten - und nun ist es die große Kunst (und nahezu Unmögliche) alles gegeneinander abzuwägen und richtig zu entscheiden (in einem fast unendlichen System gekoppelter Differentialgleichungen).

Jessup 30.07.2019 17:53 Trump hat Recht ...  « T A X
Zunächst einige "Banalitäten" zum Eingangs-Zitat:
- Der Vorwurf des Protektionismus ist immer berechtigt, wenn ein Staat sich nicht komplett öffnet sondern irgendetwas anderen Staaten verweigert. Das dürfte wohl die meisten Staaten betreffen. Die Frage ist also vielmehr der Umfang des Protektionismus.
- Dass der Handelsüberschuss eines Staats bedingt, dass ein oder mehrere andere Staaten ein Handelsdefizit haben, ist klar. Unklar ist eher, was die politischen Einflussgrößen dafür sind (Lohndumping in beteiligten Branchen, Steuererleichterungen, Subventionen, Infrastruktur, staatliche Beteiligungen, uvm.). Demgegenüber muss auch geklärt werden, was die politisch beeinflussbaren Gründe für das Handelsdefizit anderer Staaten sind.
- Jeder Handel kann auf irgendeiner Ebene als ungerecht empfunden werden. Ob man sich als Opfer eines anderen fühlen muss oder auch selbst eine politische (Teil-)Schuld verantwortet (Verzicht auf Alternativen, schlechte Verhandlung, ökonomische oder soziale Entscheidungen, abweichendes Verständnis von ökonomischen Konsequenzen, uvm.)
- Investitionslücken im eigenen Land sind eher problematisch für den entsprechenden Staat und eher keine direkte Folge des Handelsüberschusses. Die Mittelverwendung ist ja nicht automatisiert sondern sollte souverän vom Staat entschieden werden. Dass diese Investitionslücken sich für Deutschland mittel- bis langfristig negativ auswirken ist wiederum nachvollziehbar (ebenso wie überteuerte Investitionen, z.B. BER).
- Strukturreformen sind in Zeiten interner Ungleichgewichte sinnvoll, brauchen jedoch nicht nur Zeit. Es bedarf auch einer klaren Strategie sowie der Kenntnis über die Zusammenhänge und Wirkmechanismen. Da es anscheinend schon an diesem Rahmen scheitert und auch Selbstverständlichkeiten (z.B. funktionierende, intakte Schulen) nicht kurzfristig angegangen werden, wird wohl noch mehr Zeit als nötig vergehen.

Letztlich treffen global unterschiedliche Marktstrategien und staatliche Rahmenbedingungen aufeinander. Die Marktteilnehmer versuchen, mit unterschiedlichsten Mitteln gemäß ihrer Prioritäten und Fähigkeiten daran teil zu nehmen und nutzen bei entsprechendem Wissen und Kapital die staatlichen Schwachstellen aus. Dass dabei für viele Staaten ein finanzieller Schaden entsteht, ist ebenfalls eine Banalität.
Bearbeitet am 30.07.2019 17:54 von Jessup 
temptation 07.08.2019 16:35 Trump hat Recht ...  « T A X
Eben, umso mehr wundert es mich, dass er das Deutschland und auch anderen Staaten vorwirft.
Bearbeitet am 07.08.2019 16:35 von temptation 
bierchen 08.08.2019 19:45 Trump hat Recht ...  « T A X
Mal als Laie zusammengefasst:
Der Handelsüberschuss des einen Staates sind die Schulden anderer Staaten.
Wenn der Handelsüberschuss fortwährend auftritt, werden die Schulden der anderen Staaten immer höher.
Frage: Was hat das mit der Überschuldung einiger europäischer Länder zu tun?
Nächste Frage: Warum sind die Zinsen der EZB trotz Inflation bei nahezu 0?
Noch mehr Fragen: Wer profitiert davon?
Zur letzten Frage weiss ich nur, dass es
a) nicht die Bürger der verschuldeten Staaten sind.
b) nicht die Bürger der Länder mit Handelsüberschuss sind.
Wer dann?
temptation 09.08.2019 10:05 Trump hat Recht ...  « T A X
Ja ok. Aber wenn ich etwas nicht selber herstellen kann, warum auch immer, und ich brauche es, dann muss ich doch das einkaufen. Mir fallen da auf Anhieb Maschinen ein, die ich für meinen Betrieb unbedingt brauche, aber es dafür keinen Inland-Hersteller / Lieferanten gibt. Was tun, logisch, anderswo einkaufen. Das wäre jetzt aber eine rein betriebliche Investition. Und der Staat verdient also an diesem Ver/Kaufgeschäfts nicht unmittelbar. Aber vielleicht ist ja mein Gedankenansatz total falsch oder ich denke diesbezüglich zu klein.
 ·  SusieSoho 09.08.2019 15:00 Trump hat Recht ...  « X
Dann musst Du etwas mit den eingekauften Maschinen produzieren, das Du exportieren kannst (oder ein anderer Produzent in einem Schwellenland stellt Waren für In- und Ausland her). Dann käme es zu einer ungefähren Balance. Der Staat kassiert Zölle und Steuern.
Bearbeitet am 09.08.2019 15:03 von SusieSoho 

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