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Politik

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Moadib 19.11.2019 17:34 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  T A X
Hartz IV ist der Name für das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten. Hartz IV steht für die Entfremdung der SPD von den neuen sozialen Unterschichten und von all denen, die sich nach der Decke strecken müssen; die SPD ist nicht mehr ihre Partei. Hartz IV ist für die Sozialdemokraten das, was einst für die Römer die Schlacht im Teutoburger Wald war, nur noch schlimmer. www.sueddeutsche.de

Hat der Herr Prantl da recht oder seht ihr das anders?
ybacu 19.11.2019 20:43 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « T A X
Zuerst sollte man festhalten, das die Hartz-Reformen weit mehr sind als das was gemein hin als Hartz IV bezeichnet wird.

Dann hilft eine Vergleich wie Deutschland im Vergleich zu Frankreich oder Spanien die Finanzkrise durchlebt hat.
Auch ein Vergleich mit der sozialen und wirtschaftlichen Situation in GB ist interessant.

Ich denke insbesondere Herr Prantl, würde die Sozialdemokratie noch weit mehr verdammen, hätte die Regierung Schröder den Stillstand und Reformstau der Ära Kohl fortgesetzt.
Am Ende fordern wir als Wähler doch von der Politik das Richtige und Notwendige zu tun und nicht das Populistische. (also zumindest behaupten, das die meisten, um am Ende doch die zu wählen, die versprechen es wird sich für einen persönlich nichts ändern, aber für die anderen)
Jede/r muss sich fragen, will sie/er einfache bequeme Antworten ala AfD und als NIMBY den Kopf in den Sand stecken oder lieber auch mal unbequeme Realitäten.
Bearbeitet am 19.11.2019 21:03 von ybacu 
ybacu 19.11.2019 21:10 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « T A X
Soll eine Regierung, das tun was richtig und notwendig ist, oder das was ihr auf populistische Weise Wählerstimmen einbringt?
Soll eine Regierung für die Gesellschaft oder ihr nächstes Wahlergebnis arbeiten?
Soll eine Regierung nur bis zur nächsten Wahl oder deutlich weiter in die Zukunft denken?
Bearbeitet am 19.11.2019 21:12 von ybacu 
Moadib 20.11.2019 14:54 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « T A X
Also soll die SPD nichts ändern?

Und soweit ich weiß haben wir eine repräsentative Demokratie. Somit hängt für mich immer das eine mit dem anderen zusammen. Eine Regierung arbeitet für die Gesellschaft und auch für das nächste Wahlergebnis. Dieses bestimmt ob die Gesellschaft mit der Politik zufrieden war (oder mit den Versprechen für die Zukunft).
ybacu 20.11.2019 20:35 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « T A X
nun was die SPD betrifft bin ich ratlos -
Sie sollten die Erfolge der SPD in der Regierungsarbeit der letzten Jahre hervorheben (Mindestlohn, Grundrente, Rente ab 63, .....) und nicht klein machen.
Sie sollten zu ihrer Personalentscheidung (die höchst demokratisch fällt) klar stehen und alle die Vorsitzenden klar stützen.

aber wahrscheinlich können machen was sie wollen, sie bekommen keine faire Chance.
 ·  Nikolaus 20.11.2019 20:49 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « X
Doch, doch sie bekommen eine Chance.
Eine ganz, ganz große!!!
Alle Mitglieder der SPD die noch Interesse an ihrer Partei haben und sich deswegen an der Wahl ihres nächsten Kurzzeitchefs beteiligt haben ( immerhin 50 %- was für ein großartiger Beweis der innerparteilichen,,,, ) bekommen von mir am 6. Dezember ein Marzipan Sparschwein. Damit ihre Rente sicher ist !!!!
*santa2*
ybacu 26.11.2019 21:07 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « T A X
nun schwer zu sagen...
ich denke der Wähler ist zum Teil ein NIMBY der Veränderungen (insbesondere solche die man als unpopulär bezeichnen würde) nur bei den anderen will nie bei sich selbst (und seien die Maßnahmen noch so sinnvoll und vernünftig) zum Teil nachtragendes Etwas der positive Dinge nicht sehen will, weil sein Urgroßvater damals ..., zum Teil vielleicht auch noch was anderes.

clock 21.11.2019 10:43 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « T A X
Haben wir wirklich noch eine repräsentative Demokratie in Deutschland, besser in ganz Westeuropa ?
Nicht nur der hier
m.spiegel.de/panorama/gesellschaft/armut-angst-hass-christoph-butterwegge-ueber-die-zerrissene-republik-a-1297120.html
bezweifelt das schon.
Alleine der wachsender Unterschied zwischen Stadt,Land,,,,,
Selbst so ein extrem reiches Land ,wie Norwegen, hat da trotz jährlichen Milliardeneinsatz keine große Erfolge vorzuweisen .
P.S. Haste nicht im Bekanntenkreis ein junges Ehepaar mit zwei Kinder. ( Sie,er um die 30. Die Kinder so ca. 1 bis 6 )
Handwerkliche Ausbildung oder noch besser im Medizinischen Bereich,,,,
Teile auch mit dir die Fangprämie wenn wir sie auf dem norwegischen Lande ( um so weiter nördlich, um so höher ) abgeliefert haben.
Moadib 21.11.2019 15:32 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « T A X
Soweit ich weiß geht der reichere Teil der Bevölkerungen eher zum Wählen als der Ärmere. Somit ist wohl nicht die komplette Bevölkerung gleichmäßig verteilt beim Wahlergebnis1. Und der reichere Teil hat wohl auch mehr Einflussmöglichkeiten, besonders der sehr reichere Teil (Lobbyarbeit, Medien, politische Stiftungen, usw).
clock 22.11.2019 16:05 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « T A X
Es ist ja ein Irrtum zu glauben nur politisch uninteressierte gehen nicht wählen.
Außerdem nimmt hier in Schweden immer mehr der Anteil der Wähler zu die sagen
* Wir wählen die, die uns als das kleinere Übel erscheinen. Alles die gleichen Selbstbediener*
Wird in D nicht anders sein.
Anfang des neuen Jahrtausend ging ein Plakat durch dtsch. Medien.
Stand in Usedom an einer Ortseinfahrt zur irgendeiner Wahl
* Die Schweine haben gewechselt, der Futtertrog ist der gleiche geblieben*


drjoka 29.11.2019 15:39 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « T A X
Ich stimme hier mit Ybacu überein. Die Agenda2010 war damals notwendig, auch wenn nicht alles richtig war. Aber bei einer solch umfassenden Reform gibt es eben auch Fehler.

In meinen Augen konnte eine solche Reform nur von Seiten der SPD kommen, denn ihr unterstellt man nicht als erstes eine wirtschaftsfreundliche Politik. Das Problem der SPD ist, dass sie selbst nicht geschlossen dahinter stand und dann bereits 2005 abgewählt wurde. So konnte sie die Erfolge nicht für sich reklamieren und damit innerparteilich zeigen, dass die Agenda2010 richtig war. Sie konnte damit nie richtig „glücklich und stolz“ auf die Agenda2010 sein.

Das Problem der SPD ist allerdings auch, dass es die klassische, sozialdemokratische Wählerschicht (Malocher wie Stahlkocher oder Kohlekumpel) und Themen nicht mehr gibt. Hinzu kommt, und das erlebt auch die Union gerade, dass durch die Individualisierung der Gesellschaft das Prinzip „Volkspartei“ ausgedient hat. Statt mehrere Flügel in einer Partei zu vereinen, bildet sich die Heterogenität der Gesellschaft in der Zersplitterung der Parteilandschaft ab. Um dabei noch wahrgenommen zu werden, tritt Populismus an die Stelle von Sachpolitik. Und zwar auf beiden Enden des politischen Spektrums. Nicht mehr der politisch durchsetzbare Weg, der sich meist im gegenseitigen Geben und Nehmen als Kompromiss herausbildet, wird eingeschlagen, sondern die Äußerung und das Anstreben von politischen Extrempositionen. Ein Kompromiss wird schon als Niederlage gewertet. Zudem sind viele klassische sozialdemokratische Themen mittlerweile weitgehend verwirklicht (z. B. Bildung), neue/andere Themen (z. B. Klimawandel, Integration) werden eher anderen Parteien (z. B. Grüne) zugeschrieben.

So wie wir Anfang der 2000er Jahre den Arbeitsmarkt reformiert haben, steht jetzt die nächste grundlegende sozialpolitische Reform ins Haus. Die Rente. Denn es dürfte allen klar sein, dass der jetzt eingeschlagene Weg in 10 Jahren zu Ende ist. Die jetzigen Bonbons, die noch eben zur eigenen politischen Profilierung verteilt werden, Mütterrente, Rente nach 45 Beitragsjahren, Grundrente, verschärfen das Problem der Finanzierbarkeit nur. Schon bei unveränderter wirtschaftlicher Situation wird 2030 schwierig und 2035 dramatisch. Und dabei denke ich noch nicht einmal an die dramatischen Veränderungen in der deutschen Wirtschaft infolge von Digitalisierung und Elektrifizierung oder gar anstehende Reaktionen auf den Klimawandel.
 ·  sophisticate 29.11.2019 18:28 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « X
Ja, es gab Fehler bei der Reform, aber sie war dringend nötig! Inzwischen haben sich die Zeiten geändert, und die Sozialdemokratie hat zahlreiche Änderungs (Verbesserungs)vorschläge gemacht. Nur: mit CDU/CSU ist da nichts zu machen. Wer sich noch an den Vermittlungsausschuss zur Agenda 2010 erinnern kann, weiß, dass seinerzeit die CDU/CSU die Agenda verschimmbessert hat! Kein Wunder, dass die Union auch heute z.B. nicht bereit ist, das Schonvermögen zu erhöhen, die Hinzuverdienstgrenze zu erhöhen, die Bedingungen für Leiharbeit zu verbessern, Sanktionen der Arbeitsagentur angemessen und einheitlich zu gestalten, u.v.m.

Die Agenda 2010 wurde mit Hilfe der Grünen durchgesetzt, aber angelastet wurden ihnen die Fehlentscheidungen nicht....

Kurz und gut: die Sozialdemokraten haben in Regierungsverantwortung sehr gute Arbeit geleistet, und zwar bis heute. Aber: sie haben keine wirklichen Köpfe, charismatische schon gar nicht. Die bevorstehende Wahl der Parteivorsitzenden wird nichts an der Lage der SPD ändern, leider!
Moadib 29.11.2019 18:31 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « T A X
Ich habe da eine andere Meinung zu. Das möchte ich jetzt aber hier nicht diskutieren. Ich denke da kann jeder der möchte zu googeln und sich eine eigene Meinung bilden.

Was soll deiner Meinung nach die SPD machen wenn es nicht mehr die typischen Wähler für sie gibt. Macht sie zuviel "CDU-Politik" oder macht die CDU zuviel "SPD-Politik"?
Moadib 30.11.2019 15:22 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « T A X
Falsch ist eine Politik sowieso nicht. Die Frage ist für wen sie richtig ist. Und die ehemaligen SPD-Wähler waren anscheinend der Meinung das die SPD für sie keine Politik mehr macht. Mal schauen wohin die Umfragewerte gehen wenn man weiß wer die SPD in Zukunft leiten wird.

Nachtrag: Wie ich gerade sehe möchte eine kleine Mehrzahl der SPD-Mitglieder (53% lt ARD) eher einen Schwenk nach links
Bearbeitet am 30.11.2019 18:31 von Moadib 
Moadib 30.11.2019 21:29 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « T A X
Irgendwo habe ich das heute schon gelesen .. ich weiß aber leider nicht mehr wo ... die haben wahrscheinlich Angst um ihre Jobs

Nachtrag: oben im ARD-Link
Aus der Bundestagsfraktion gab es vor der Entscheidung unter der Hand jedenfalls sehr harsche Stimmen, nach dem Motto: Von Esken und "Nowabo" lassen wir uns gar nichts sagen. Wenn die beiden gewählt werden, dann gibt es Bürgerkrieg in der SPD.
Bearbeitet am 30.11.2019 21:35 von Moadib 
ybacu 01.12.2019 21:57 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « T A X
nun erstmal sind Abgeordnete nur ihrem gewissen verpflichtet und Parteivorsitzende hierzulande keine militärischen Führer (also in den meisten Parteien zumindest) - es sei auch dran erinnert, dass auch der Koalitionsvertrag eine Mehrheit der SPD-Basis in der damaligen Abstimmung hatte....

Dürfte alles spannend werden, man wird sehen.
ich glaube allerdings nicht, dass der Wähler ein Aufkündigen der Groko ohne konkrete sachliche Not (also eine Ende der Groko nur um des Endes Willen) honorieren würde.....
Bearbeitet am 02.12.2019 08:06 von ybacu 
 ·  ybacu 02.12.2019 21:08 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « X
Kommt drauf an ob die CDU weiter der SPD hinterherrennt.

Ansonsten sind die Pressekommentare schon sehr merkwürdig... da wird von der SPD das gefordert was 3 Zeilen später als Weg in den Untergang verdammt wird....
PS: was auch hier thematisiert wird (auch wenn es auch ein Pressekommentar ist):
www.spiegel.de/politik/deutschland/spd-hat-mit-neuer-spitze-chance-auf-neuanfang-kolumne-a-1299303.html
Bearbeitet am 02.12.2019 22:04 von ybacu 
ybacu 03.12.2019 13:33 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « T A X
Parteien sind oder sollten keine Wahlvereine sein, in denen gemacht wird, was der/die /die Vorsitzende/n wollen.
Ein Parteitag ist ein demokratisches Forum in einer Partei.

Die Annahme ein paar neue Personen und schon läuft der Laden und die Sache mit den Wählerstimmen ist nun mal grundfalsch.

Man wird sehen, wird spannend.
Bearbeitet am 03.12.2019 13:35 von ybacu 

clock 20.11.2019 12:05 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « T A X
Mister y, ich habe schlicht und einfach darauf verwiesen das die Finanzkrise noch lange nicht beendet ist.
Die wahren Gewinner der Finanzkrise findest du hier
www.maz-online.de/Nachrichten/Politik/Studie-Rechtsparteien-sind-die-Gewinner-von-Finanzkrisen
und wenn du dir die Vermögensverteilung innerhalb der letzten 2 Jahrzehnte anschaust.
Im Euroraum steht Deutschland übrigens auf Platz 1,,,
ybacu 20.11.2019 20:37 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « T A X
Mister C, was das Ende der Finanzkrise betrifft kann man anderer Meinung sein.
Aber für den Punkt hier ist das irrelevant.

Wenn es dir hilft kann ich gerne umformulieren:
"Dann hilft eine Vergleich wie Deutschland im Vergleich zu Frankreich oder Spanien die Finanzkrise
bisher durchlebt hat.
Auch ein Vergleich mit der sozialen und wirtschaftlichen Situation in GB ist interessant."
Bearbeitet am 20.11.2019 20:38 von ybacu 
clock 20.11.2019 20:58 "... das größte Debakel in der Geschichte der deutschen Sozialdemokraten ..."  « T A X
Man kann immer anderer Meinung sein.
Etwas was du seltsamerweise nie akzeptierst, bei anderen,,,,

Aber da du neuerdings so gerne vergleichst.
Vergleiche mal den Kontostand des ehemaligen Chefsozis Schröder vor der Finanzkrise und heute, mit den Kontostand des ehemaligen Chefsozi von Schweden.
Du kannst natürlich auch vergleichen den Kontostand vor/heute mit Gleichaltrigen des Sozialsozi Schröder die geklagt haben bis
zum Europäischen Gerichtshof . Der erklärte einTeil der Hartzgesetze wegen Altersdiskriminierung für nichtig .
Bearbeitet am 20.11.2019 21:15 von clock 
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